Many Szejstecki erläutert ein Bergbaupanorama

Netzwerke an Wänden und auf dem Boden - die Nachlassverwalter von Manys Kunst haben viel Arbeit
Fotos: Many und Roland Szejstecki
Der Raum als Medium, Netze als Zeichnungen
Many Szejstecki war immer an der Komplexität von Natur und Technik interessiert. Er war beeindruckt von den Proportionen und Perspektiven der ihn umgebenden Welt. So entstanden seine Netzstrukturen als geometrische Formen, Gasometer, Rampen, Pyramiden, Stufenpyramiden und Verwürfe. Er setzte die Tektonik und sogar ganze Bergwerke in seinen Zeichnungen in fiktive Landschaften um. Und alle Details entsprachen der Realität. Many war auch ein „technischer Mensch“. Er guckte sich seine monumentalen Darstellungen der Erdschichten aus den Unterlagen des Bergbaus ab. Als gelernter Reviersteiger konnte er das. Er hatte von der Pike auf gelernt, die Markscheidedokumente lesen und dreidimensional zu denken. Nur so konnten seine faszinierenden Bergbaupanoramen entstehen.
Many Szejstecki war zugleich ein Dokumentarist und Chronist als auch Künstler, der die Arbeit der „Kumpel“ unter Tage ans Licht brachte. Dabei lebte seine Kunst nicht nur von der Kreativität und Individualität seines Schaffens, sondern auch von der beinahe pedantischen Präzision seiner Arbeiten.






