Das Fußballstadion ist zurzeit im Museum in Gelsenkirchen-Buer eingelagert
Fotos: Many und Roland Szejstecki
Die Umwelt stets im Blick
Many Szejstecki hat in seinem ganzen Handeln und in seinen künstlerischen Aktivitäten auch stets die Umwelt im Blick gehabt. Er beendete seine Karriere als Steiger 1984 auf Westerholt. 1990 erschuf er für die Neue Zeche Westerholt ein Kaskaden-Wasserwerk aus typischen Materialien des Bergbaus. Eine Kaskade ist im Prinzip ein Wasserfall nach der Idee eines künstlich angelegten Stufenprinzips. Durch dieses Verfahren rieselt das Wasser über die Stufen und entfernt dabei überschüssiges Kohlendioxid. Eisen und Mangan oxidieren. Dadurch wird das Wasser aufbereitet und die Wasserqualität wird ohne Einsatz von Chemikalien verbessert.
Dieses Wasserwerk hat Many aus den Resten einer alten Anlage zur Kohlenwäsche gestaltet. Er wollte damit an die Bergleute erinnern, die im Übertagebetrieb die Kohlen aus den Kohlegruben gewaschen sowie aufbereitet und verladen haben.
Kaskaden-Wasserwerk an der Neue Zeche Westerholt, 1990
Bergbaupanorama in der U-Bahnstation
Schon 1994 huldigte die Stadt einem ihrer bedeutendsten Künstler. Many Szejstecki gestaltete in der U-Bahn Haltestelle Trinenkamp eine Wand mit seinem Bergbaupanorama mit dem Titel „Gelsenkirchen von unten“. Dabei handelte es sich um eine auf Emaille gedruckte Reproduktionen eines Bildes von Many. Da störte es auch nicht, dass es fast 30 Jahre gedauert hat, bis ein Schreibfehler in Manys Nachnamen korrigiert wurde.

U-Bahn Station Trinenkamp in Gelsenkirchen Bismarck (Foto Steffen Hampe)







